Peripartale Störungen

Hierunter versteht man psychische Erkrankungen, welche während der Schwangerschaft und in den Wochen und Monaten nach der Geburt auftreten. Oft handelt es sich dabei um Depressionen, aber auch Angststörungen, Zwänge und Psychosen (eine Veränderung der Realitätswahrnehmung) können auftreten.

Mutter werden/ Mutter sein
Für viele Frauen bedeutet diese Lebensveränderung eine ungeheuere Belastung. Häufig verändert sich das Gefüge in der Partnerschaft, oft gibt es Veränderungen im Beruf (Arbeitspause, Teilzeitbeschäftigung), die finanzielle Belastung nimmt zu, die persönliche Freiheit wird stark eingeschränkt, der Körper verändert sich. Es gilt Verantwortung für einen kleinen, fordernden Menschen zu übernehmen und dabei allen gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden. So soll die Mutter einen glücklichen Eindruck machen, sich ruhig, gut gelaunt, perfekt vorbereitet und informiert, sich rund um die Uhr um ihr Kind kümmern wollen, ohne eigene Bedürfnisse zu haben. Darunter leiden sehr viele Frauen, aber zugleich scheint es ein Tabu zu sein, darüber zu sprechen. Die Folgen können sowohl für die Mutter als auch für das Kind und den Partner gravierend sein. Deshalb ist es wichtig, sich vorübergehend und ohne Schamgefühle Hilfe zu holen.